Zukunftsmusik am Dienstag – DBW 2015


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Heute ist Tag 2 der Blog-Woche, dieses mal mit dem Thema „Zukunftsmusik – Wie könnte die Diabetes-Therapie in 10 Jahren aussehen“, für mich eher ein schwieriges Thema, da ich in der Beziehung einfach unkreativ bin. Ich bin mit dem was ich gerade habe sehr zufrieden, klar ein CGM zu besitzen wäre schon cool, oder so ein kleiner Wunderkasten der alles automatisch übernimmt – Stichwort Artificial Pancreas – aber im Großen und Ganzen kann ich nicht meckern.

Das soll mich aber nicht davon abhalten auch zum heutigen Thema meinen „Senf dazu zu geben“, und deshalb stelle ich einfach einen Ansatz vor, und von dem ich glaube, dass dieser noch am ehesten innerhalb der kommenden 10 Jahre realisiert werden könnte. Außerdem werde ich einen meiner Wünsche (nicht nur) für die #doc vorstellen 😉

Die Glucose-messende Kontaktlinse als Ergänzung zur herkömmlichen Messung

Im Sommer hat eine Nachricht von Google mich ganz besonders neugierig gemacht: Es wird an einer Kontaktlinse getüftelt, die den Glucosegehalt in der Tränenflüssigkeit misst, was genauso zuverlässige Ergebnisse liefern soll, wie eine konventionelle Blutzuckermessung. Als Kontaktlinsenträgerin wäre das natürlich die perfekte Möglichkeit meinen Blutzucker zu überwachen, und könnte eine super Ergänzung zur Blutzuckermessung sein.
Die Idee wurde von Google „schon“ 2014 als Kooperation mit Novatis vorgestellt, und in diesem Jahr zu einem der ersten großen Projekte von Alphabet’s Life Science Abteilung (also Googles Neuformation) ernannt. Nächstes Jahr soll diese sogar schon am Menschen getestet werden. Dadurch, dass Google an der Realisation arbeitet, glaube ich, dass diese Linse wirklich auf den Markt kommt.

Aber warum sehe ich das nur als eine Ergänzung, und was mir dabei Bauchschmerzen bereitet:

Zum einen hoffe ich, dass man daran denkt, diese Linse auch in verschiedenen Sehstärken anzubieten, auch in den exotischeren (-9,50 Dioptrien lassen grüßen), aber es gibt ja auch noch viel mehr Dinge die angepasst sein müssen (Radius, torisch oder nicht-torisch….).
Auch wird eine konstante Überwachung so bestimmt nicht möglich sein, denn ein ununterbrochenes Tragen von Kontaktlinsen ist nach meiner Erfahrung unmöglich, irgendwann sind die Augen einfach gereizt und brauchen eine (zumindest kurze) Pause. Normalerweise macht man das ja bei Tageslinsen in der Nacht.
Auch die Kosten werden einen erheblichen Faktor spielen, man wird sicherlich mindestens jeden Monat eine neue Linse brauchen, wer weiß wie lange es dauern wird, bis jeder sich das leisten kann.
Und was mir auch stutzig macht: Welches Interesse hat Google eigentlich an einer konstanten Blutzuckermessung? Es ist auf jeden Fall eine weitere Möglichkeit, mehr Daten von Kunden zu sammeln. Möchte ich wirklich, dass mein detaillierter Blutzuckerverlauf der letzten Monate auf einem Server in den USA lagert?

Die #doc in 10 Jahren:

Ich denke, dass wir noch vernetzter sein werden, ganz einfach aus dem Grund, dass viel Erfahrung mit der Zeit gesammelt wird und dass uns mehr Tools und Gadgets zur Verfügung stehen. Sicherlich wird die #doc wachsen, und ich bin super gespannt was daraus entstehen wird!
Außerdem hoffe ich, dass ein kleiner Automat erfunden wird, der automatisch und sofort die leckeren Rezepte nachkocht die von anderen Bloggern veröffentlicht werden. Gut dafür sollte ich vielleicht noch eine Null an die 10 Jahre hängen. Aber hey, ein Geruchsübertrager würde es doch auch erst mal tun 😉

 

Gespannt bin ich auf jeden Fall was die nächsten 10 Jahre für uns bereit halten.

2 Gedanken zu “Zukunftsmusik am Dienstag – DBW 2015

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