DBW15 MONTAG – Mein Diabetes-Moment 2015


diabetes-blog-woche

Endlich ist es soweit, die Diabetes-Blog-Woche 2015 startet und dieses Jahr bin auch Ich mit von der Partie, denn seit der Oster-Edition hibbele ich auf die „eigentliche“ Blog-Woche. Die Themen sind alle interessant und zu den meisten ist mir auch gleich etwas eingefallen.

Ich freue mich auf die Beiträge und Themen der nächsten Tage, und bin gespannt wie andere Blogger die Themen interpretieren und dazu zu berichten haben. Durch einen Klick auf das Logo kommt ihr zu einer Liste in der alle Beiträge gebündelt sind.

Das heutige Thema ist „Dein Diabetes Moment 2015“, und die Beschreibung hierfür lautet folgendermaßen: „Gab es 2015 einen Diabetes-Moment an den du dich besonders gern erinnerst, oder ein Ereignis welches du am liebsten vergessen würdest? Hast du etwas Tolles, Spannendes oder total Beknacktes erlebt mit deinem Diabetes?“

Mein Diabetes Moment 2015 ist unbestreitbar der Zeitpunkt meiner Diagnose und die darauffolgenden 24 Stunden. Am Donnerstag den 22. Januar um 17:00 Uhr (manches brennt sich eben doch ins Gedächtnis ein) hatte ich den Arzt Termin an dem ich die Resultate der Blutuntersuchung vom vorherigen Montag bekommen sollte.
Wie fast immer saß ich etwas länger im Wartezimmer, dieses Mal mit meinem Handy in der Hand und mit meinen Freundinnen chattend, beide haben versucht mich aufzumuntern, und wir haben Scherze über Diabetes gemacht (die Vermutung hatte ich ja schon länger). Ich erinnere mich wie nervös ich war, und von Minute zu Minute aufgeregter wurde. Jedes Mal wenn die Türe aufging und jemand aufgerufen wurde fing mein Herz das Rasen an, und irgendwann saß ich wie ein Häufchen Elend alleine in diesem stickigen, weißen Zimmer.
Meine größte Angst zu diesem Zeitpunkt war noch, dass ich nichts habe. Dass ich einfach nur viel Durst habe und deshalb ständig aufs Klo renne.  Dass ich einfach nur faul und unsportlich bin und deshalb so müde und schnell aus der Puste bin. Dass ich nur die eingebildete Kranke bin.
Um kurz vor 6 war auch ich – endlich – an der Reihe und wurde mit einem „Du hast mich ganz schön geschockt“ begrüßt (woraufhin ich erst mal verwirrt, aber auch erleichtert war: Ich hab’s mir doch nicht eingebildet!). In den folgenden Minuten wurde mir erklärt, dass mein HbA1c auf Typ1 Diabetes deutet und was genau das eigentlich ist. Allerdings hab ich nicht wirklich zugehört, und deshalb auch nur am Rande mitbekommen, dass mein Hausarzt mir das Ganze mit Pizzaöfen erklärt hat. Mit einer Überweisung zum Diabetologen fuhr ich wieder nach Hause, wo ich erstmal das Internet durchstöberte.

Am nächsten Tag entschieden meine Mama und ich, nach einer eigenen Blutzuckermessung bei meiner Oma, ins Krankenhaus zu fahren. Es war Freitagabend in der Notaufnahme im nächsten Krankenhaus, der Warteraum der Notaufnahme war zur Hälfte gefüllt, und ich kam sofort dran, erst ab da wurde mir so langsam klar was da noch alles auf mich zukommen könnte.

Mein Diabetes Moment 2015 ist somit die Diagnose und das Wechselbad der Gefühle die ich in den 24 Stunden erlebt habe, von Angst, zu Erleichterung, zu Scham, zu Belustigung, zu einem heillosen Durcheinander in meinem Kopf.

3 Gedanken zu “DBW15 MONTAG – Mein Diabetes-Moment 2015

  1. Hi Alana,
    schöner Bericht. Toll, dass du als „Diabetes Frischling“ über Diabetes schreibst. Finde ich super interessant zu lesen, vor allem weil bei mir die Diagnose schon so ewig zurück liegt und ich mich nur ganz grob an Sachen noch erinnern kann.

    Gefällt 1 Person

Die Kommentarfunktion ist geschlossen.