Dies oder Das TAG

Franci von Francibetes hat den >>Dies oder Das <<-tag in Leben gerufen. Und da ich in der letzten Zeit sehr wenig hier gepostet habe, freue ich mich gleich doppelt mitzumachen.

 

1. Pumpe oder Pen?

Ich benutze noch Pens, und komme sehr gut mit ihnen zurecht. Sollte aber die Sprache auf eine Pumpe kommen, dann würde ich nicht ablehnen. Ich finde Pumpen, seitdem ich sie in Bad Mergentheim gesehen habe, wirklich cool, ich glaube im Alltag wird es dann etwas leichter (auch wenn ich mir bewusst bin, dass der Therapieaufwand mit einer Insulinpumpe steigt).

2. Medtronic oder Accu-Chek?

Das ist mir ehrlich gesagt egal. Mir geht es um die Funktionen und das Aussehen des Messgerätes, leider gibt es kein Messgerät auf dem Markt das allen meinen Wünschen entspricht. Zur Zeit nutze ich das Aviva Connect von Accu-Check, da es sich mit MySugr verbindet.

3. Spritzen heimlich oder öffentlich?

Halb,halb. Ich wechsle nicht den Raum und gehe offen damit um, allerdings ich versuche es so diskret wie möglich zu machen. Nicht weil ich mich für das Spritzen oder meinen Bauchschwabbel schäme, sondern weil ich weiß, dass es Leute gibt, die Spritzen einfach nicht sehen können, und das ist genauso in Ordnung.

4. Actrapid oder NovoRapid?

Weder noch, ich benutze Apidra.

5. Lieber Unter- oder Überzuckert?

Gute Frage, beides ist kacke. Unterzucker hindert mich am Handeln, kann aber schnell beseitigt werden, und bedeutet eine Bonus-Süßigkeit. Mit Überzucker kann ich auch weiterarbeiten, aber es dauert länger bis ich ihn los bin, außerdem bin ich vom Überzucker genervter als vom Unterzucker. Vor allem in letzter Zeit.

6. Saft oder Traubenzucker?

Beides, es gibt guten Traubenzucker, der ist aber teurer als Kaubonbons, die meine 1. Wahl für unterwegs sind. Zuhause trinke ich gerne Saft oder Cola, das lässt sich eben nur schlechter transportieren.

7. KE’s Schätzen oder Errechnen?

Wenn es keine großen Umstände macht, dann wiege ich ab und errechne die KE. Ich wiege mein Frühstück immer ab, und das Abendessen wenn ich es selbst gemacht habe. Beim Mittagessen und Außerhalb, im Restaurant oder bei Freunden, ist es mir das Abwiegen zu umständlich (wenn nicht sogar unmöglich), deshalb schätze ich. Mit der Zeit sammelt man ja auch Erfahrung und das Schätzen ist dann auch kein Ratespiel.

8. Für den Notfall: Lieber Kette oder Armband?

Ich habe keines und hab auch nicht vor mir eines zu kaufen. Ich weiß, dass es durchaus hübsche Armbänder gibt, aber ich glaube nicht, dass sie viel bringen. In meinem Geldbeutel steckt allerdings ein Diabetes-Ausweis, ich bin mir sicher, dass im Fall der Fälle dieser gefunden wird, meine Angehörigen darauf hinweisen, oder es auch so auffällt.

9. Sport: weniger Insulin oder Sport-BE?

Sport-BE. Mir ist die Zeit zwischen Essen und Sport machen zu lange, als dass ich da absichtlich über Stunden mit Werten von 200+ warte. Je nach Aktivität kürze ich manchmal aber auch den Bolus für das Essen danach.

10. Nach BZ Messung: Blut wegwischen oder ablecken?

Früher ablecken, jetzt wische ich es ab, am Handrücken, wo ich es dann ablecke…
Sagen wir mal so, ich arbeite daran ein Taschentuch zu benutzen.

Meine Leseliste – Im Herbst

Endlich ist er wieder da, der Herbst, eine meiner vier liebsten Jahreszeiten. Dieses Jahr hat er ja länger auf sich warten lassen, und die Wälder sind immer noch nicht wirklich bunt. Trotzdem, freuen auf und über den Herbst kann man sich jetzt schon, denn es gibt so viel was man machen kann. Lesen zum Beispiel.

91016

 

Alles neu mach der Herbst?

Für manche ist der Herbst eine Zeit des Endes, ich finde ihn wahnsinnig inspirierend, und bin zu dieser Zeit auch am kreativsten. Backen, lesen, basteln und moviert ins neue Semester starten gehört alles irgendwie dazu. Und deshalb wird es sich auf meinen Blog in den nächsten Wochen auch das Thema Herbst im Vordergrund stehen. Los geht es heute mit meiner persönlichen Leseliste für die kommenden Wochen, denn neben den wenigen sonnigen Stunden gibt es viele nasse und trübe, und was ist da schöner als es sich auf dem Sofa gemütlich zu machen und ein Buch zu lesen. Am Anfang des Jahres habe ich mir vorgenommen, dass ich wieder mehr lese, das hat leider nicht so geklappt wie geplant, aber das Jahr ist ja noch nicht vorbei und ich habe noch ein paar Bücher die auf mich warten.

 

Meine Leseliste im Herbst:

  • Als Gott ein Kaninchen war von Sarah Winman

Gefunden habe ich das Buch im Sommer auf einem Wühltisch, seitdem wartet es darauf von mir gelesen zu werden.

  • Catch me if you can von Frank Abagnale

Die Romanvorlage zum Film mit Leonardo DiCaprio (den ich übrigens auch noch nie gesehen habe), gefunden im offenen Bücherschrank in Erlangen.

  • My beloved World von Sonia Sotomayor

Sonia Sotomayor ist Richterin im Supreme Court der USA und erzählt in ihrer Biographie wie sie zur Richterin dort ernannt wurde, aber auch ihrer Kindheit und ihrer Typ 1 Diabetes Diagnose. Ich habe das Buch im Frühjahr schon einmal angefangen, bin aber nicht bis zu Rückgabedatum fertig geworden, da ich zu viel um die Ohren hatte. Was sehr schade ist, weil es sich wirklich leicht lesen lässt.

  • Thursday’s Children von Nicci French

Eigentlich habe ich da nur die Hörbuchausgabe von, (aber es hat ja auch irgendwie mit lesen zu tun). Es geht in der Reihe um eine Psychotherapeutin die eher unfreiwillig an Mordermittlungen teil hat. Starten tut die Reihe mit Montag, also ist das mittlerweile der 4. Band.

 

Diabetes im Gepäck

Sommerzeit ist Urlaubszeit, endlich ist es warm, man hat (zumindest wenn man Schüler oder Student ist) lange frei und reichlich Zeit etwas zu unternehmen. Urlaub ist Abstand vom Alltag, keine Verpflichtungen, machen was man will. Also so ist zumindest die allgemeine Vorstellung, aber so schön es auch wäre, der Diabetes geht immer mit auf Reisen, zuhause lassen ist nicht… Und da man nicht nur sich selbst versorgen muss, sonder auch sein kleines Monsterchen, stellt sich immer irgendwo die Frage: Wie mach ich das?

Weiterlesen »

Rocken im Park

snapseed

Donnerstagnachmittag Anfang Juni: Meine kleine Schwester, zwei ihrer Freundinnen und ich sitzen, sehr viel später als geplant, im Auto in Richtung Nürnberg Messe. Endlich, nachdem wir mehr oder weniger große Probleme in den Tagen zuvor gemeistert haben, steht meinem ersten „richtigen“ Festival nichts mehr im Wege. 4 Tage und 3 Nächte Musik und Zelten, mitten in Nürnberg, was soll da schon schief gehen?

Weiterlesen »

RIP Dracula

Da liegt er jetzt auf dem Schreibtisch, funktionsunfähig. Mein treuer Begleiter der letzten 15 Monaten hat über Nacht den Geist aufgegeben. Er will einfach nicht mehr Blutsaugen. Anscheinend ist er jetzt nach 2287 Messungen satt (WAAAAAAAS so viele?!). Und heute früh war’s dann aus, die Teststreifen werden einfach nicht mehr erkannt, obwohl beim schlafen gehen noch alles ohne Probleme funktioniert hat. Ich kann mich auf den Kopf stellen und am Streifen rütteln wie ich will, es geht einfach nicht.

Ich kann mich noch gut erinnern an den Tag als ich ihn ausgesucht habe…Weiterlesen »

SONY DSC

Was mich an der „Diabetes-Berichterstattung“ stört

Heute ist Weltgesundheitstag, und das Motto der WHO ist Beat Diabetes, und somit bekommt „die“ Krankheit Diabetes viel mediale Aufmerksamkeit. Große und kleine Zeitungen und online Magazine berichten, von der Tagesschau, zum Spiegel, oder dem Guardian, auch die Lokal Zeitungen posten (zumindest) kleine Artikel oder Interviews.
Was alle Artikel gemeinsam haben: die Nachricht, dass die Zahl der Diabetes Erkrankungen weiter zunimmt.Weiterlesen »

Mäppla

Kunterbunter Diabetesmix

diabetes-blog-wocheMit reichlich Verspätung reiche ich meinen Beitrag zur Diabetesblogwoche nach, dieses Mal mit dem Thema „Bunte Ostern – Wie verschönert ihr Eure Diabetes Devices“. Vielen Dank an dieser Stelle an Ilka, Finn und Sascha für die tolle Idee und das Organisieren der Blogwoche(n). Die Beiträge der anderen Blogger könnt ihr wie immer auf der Seite der Diabetes Blog Woche nachschauen.


Schon als ich in Bad Mergentheim war, war mir klar, dass ich nieeeeemals mit den langweilig grauen oder schwarzen Taschen rumlaufen möchten, denn nichts lässt den Diabetes so nach schlimmer (alte Leute) Krankheit ausschauen, wie die Standartmäppchen. Also gab‘s am ersten Tag zuhause auch gleich eine Tasche von meiner Mama (über die und deren Inhalt ich schon mal im letzten Juni berichtet hab). In den letzten 8 Monaten ist es ein kleines bisschen Bunter bei mir geworden:

Weiterlesen »

1 Jahr Header

1 Jahr Diabetes: Was nicht passiert ist

Seit einem Jahr und einem Monat gehöre ich zum Club der Monsterzähmer, gefeiert oder besonders begangen habe ich den Tag nicht, trotzdem habe ich natürlich besonders an diesen Tag gedacht und mich an so manche Gedanken und Ängste erinnert, die sich jetzt nach einem Jahr als übertrieben und unbegründet herausgestellt haben.

Anstatt zurück zuschauen, was ich in diesem Jahr erlebt habe, schaue ich auf die größten Ängste zurück, die ich die ersten Tage im Krankenhaus hatte, als mir der nette Oberarzt mehrmals sagte, dass mein Leben sich jetzt radikal ändern würde (Übrigens: Ich warte bis heute auf diese radikale Veränderung…)

Weiterlesen »